„Weiße Flotte“ kehrt in den Binnenhafen zurück

Arbeiten am Husumer Sperrwerk beginnen im April

Nach den langen Wintermonaten geht es aus der Halle ins Wasser. Foto: Archiv Klein

Husum (pa) - Es ist wieder soweit: am Sonnabend, 27.3., startet mittags das langersehnte Kranen der Schiffe der Sportbootvereinigung Nordsee e.V. (SVN) im Husumer Außenhafen. Im Laufe des Nachmittags werden die frisch überholten Schiffe wieder in den Husumer Binnenhafen einlaufen, sofern die Brücken auch funktionieren, was in den letzten Jahren nicht unbedingt immer selbstverständlich war. Damit kommt auch wieder mehr Leben in den für Touristen so attraktiven Hafen.

In diesen Zeiten der Corona Epidemie steht für die Bootssportler natürlich die Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund. Für das Kranen und die Winterarbeiten innerhalb und außerhalb der Halle hatte sich der Verein bereits ein umfassendes Hygienekonzept verordnet. Für das diesjährige Kranen stellt der Verein zusätzlich für alle Beteiligten einen Corona Selbsttest zur Verfügung, um jegliche Gefährdung so weit wie möglich auszuschließen. Solange das Impfen noch nicht wirklich funktioniert, ist das Testen immer noch die wirksamste Strategie gegen die Pandemie. Das Beispiel der Stadt Rostock zeigt, wie es funktionieren kann und der Verein realisiert das für sich im Kleinen.

Das Leben im Hafen wird dieses Jahr zunächst nur sehr eingeschränkt zu erleben sein, da am 12.4. die Arbeiten am Husumer Sperrwerk beginnen und zu einer Sperrung für jeglichen Schiffsverkehr von voraussichtlich zwei Monaten führen. Aus diesem Grund haben sich viele der Schiffseigner andere Dauerliegeplätze vor allem im nordfriesischen Wattenmeer aber auch in Eider und Ostsee besorgt. Gibt es doch kaum einen besseren Schutz gegen Corona, als draußen auf See sein zu können.

Sportbootfahren im Revier bietet natürlich sehr viel mehr, als nur den Schutz vor der Corona Epidemie. Zentral ist immer wieder das direkte Naturerlebnis im Weltnaturerbe des nordfriesischen Wattenmeeres, aber auch die seemännischen Herausforderungen eines anspruchsvollen Tidenreviers mit der vielfältigen Welt der Inseln und Halligen.

Die Sportbootvereinigung freut sich, dass weiterhin viele Menschen dieses Naturerlebnis in einem in keiner Weise überlaufenen Revier genießen können, derzeit hat sie nämlich alle ihrer verfügbaren Liegeplätze im Binnenhafen vergeben. Trotzdem kann sich der Verein vorstellen, den Hafen auch für Gastlieger deutlich attraktiver zu machen und bietet hierfür auch ihre Zusammenarbeit mit allen möglichen Beteiligten und Interessenten an. Insbesondere fehlen (wie überhaupt grundsätzlich) ausreichend sanitäre Anlagen für Gastlieger im Hafen. Ideen hierfür reifen gerade und die SVN wird im Laufe des Jahres auf zuständige Stellen zugehen. Auch wäre es hilfreich, wenn die Wartungs- und Instandhaltungskonzepte von Stadt und Deutscher Bahn endlich greifen, um Situationen wie im letzten Jahr, als die Straßenbrücke neben zahlreichen Ausfällen über vier Wochen nur im Notbetrieb gefahren werden konnte, zu vermeiden.

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