Südtondernhalle: Siegerentwurf für Neubau vorgestellt

Meinungsaustausch auf Niebüller Einwohnerversammlung

Architekt Jakob Janislawski stellte seinen Entwurf des Neubaus der Südtondernhalle vor. Foto: Eggers

Niebüll (ge) – Auf der Niebüller Einwohnerversammlung am 28. April ging es als zweites Thema um den Neubau der Südtondernhalle. Udo Schmäschke (Amt Südtondern) erläuterte, dass vor rund fünf Jahren an der bereits 60 Jahre alten Südtondernhalle erhebliche Mängel bezüglich der Sicherheit und auch der Bausubstanz festgestellt worden seien. Eine Prüfung ergab, dass ein Umbau auf einen modernen Standard etwa die gleichen Kosten wie ein Neubau verursachen würde. Die Stadt Niebüll sei daraufhin vom Innenministerium dazu animiert worden, sich am neuen Städtebauförderungsprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ zu beteiligen, was erfolgreich verlief. Nun werden 2/3 der förderfähigen Kosten über Bund und Land finanziert. Im Rahmen eines europaweiten Architektenwettbewerbs gingen über 80 Entwürfe ein. Sieger wurde das Büro „Neycken Janislawski Architekten“ aus Aachen. Architekt Jakob Janislawski sprach bei der Vorstellung des Entwurfs von einer „interessanten und spannenden Lage“.

Besonders sei, dass die Halle zwischen Marktplatz, Doppelhaushälften (Lornsen- und Tondernstraße) und der Schwimmhalle gelegen ist. Sein Konzept sieht vor, dass in Richtung des Markplatzes ein Halleneingang geschaffen werde, mit dem eine Anziehungskraft ausgebildet wird – zusätzlich ist ein Nebeneingang vorgesehen. Das komplett ebenerdige barrierefreie Gebäude werde eine transparente Scheibe haben, um in Richtung des Marktplatzes „die Präsenz des Sportes“ zu zeigen. „Jedes Gebäude benötigt ein Kleid“, sagte Janislwaski und stellte eine Klinkerfassade vor, die dem Bebauungsstil Niebülls folgt und ein Licht- und Schattenspiel erzeugt. Neben einem Muster dieses Klinkers befindet sich gegenwärtig auch ein Muster einer Metallfassade aus Lochblech an der Südtondernhalle. Diese Fassade bietet Sonnen- wie Witterungsschutz und eine Lüftung aufgrund ihrer offenen Form. Im Anschluss an die Vorstellung des Bauprojekts hatten die Bürger Gelegenheit sich zu äußern und Fragen zu stellen. Hierbei kam es zu einem hitzigen Meinungsaustausch, als eine Bürgerin die Position vertrat, dass die Grundstücke in der Lornsenstraße an Wert verlieren würden.

Janislawski argumentierte, dass de Lornsen- und Tondernstraße durch den hochwertigen Bau eine Aufwertung erfuhren, woraufhin die Anwohnerin entgegnete: „Ich habe jetzt Grün vor der Tür und in zehn Jahren verkaufe ich mein Haus und habe dann vor dem Fenster so einen Neubau. Der Herr kann mir nicht erzählen, dass mein Grundstück dadurch aufgewertet wird!“ Sie betonte mehrfach, dass die Halle „toll für die Stadt“ und „super“ sei, aber aus ihrer Sicht für die Anwohner einen Wertverlust darstelle. Anschließend meldeten sich weitere Bürger zu Wort, woraufhin mehrere Sachfragen geklärt worden sind. Gefragt wurde danach, ob es besondere Probleme beim Aluminium gäbe, wenn dies der Meeresluft ausgesetzt wird. Dies verneinte der Architekt und erläuterte, dass die Oberfläche bereits oxidiert und zusätzlich pulverbeschichtet sei. Janislawski erklärte nach entsprechenden Fragen außerdem, dass die Fassade nicht nachgebessert werden müsse und dass die Gebäude in der Lornsenstraße auch weiterhin Sonne bekommen würden. Erklärt wurde auch, dass ein Sichtschutz vor die transparente Scheibe angebracht werden kann und dass von einem möglichen Auftreten von störenden Windgeräuschen durch die Fassade nichts bekannt sei. Nachdem Udo Schmäschke und Bürgervorsteher Uwe Christiansen die Einwohnerversammlung beendet hatten, fanden sich einige Bürger noch in Gruppen zusammen, um die Diskussionen zu vertiefen.

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