Nordhorn macht der SG das Leben schwer

Knapper Heimsieg gegen das Schlusslicht

Magnus Jøndal traf zweimal, scheiterte aber auch mehrfach. Fotos: Philippsen

SG-Keeper Torbjørn Bergerud parierte zwei Siebenmeter von Robert Weber.

Johannes Golla hat sich am Kreis durchgesetzt.

Flensburg (lip) – Viel K(r)ampf und wenig Glanz: Die SG Flensburg-Handewitt tat sich im Heimspiel der Handball-Bundesliga gegen die HSG Nordhorn-Lingen weit schwerer als erwartet. Trotz eines zwischenzeitlichen 6-Tore-Vorsprunges musste der Titelverteidiger gegen das Schlusslicht bis zum Ende zittern, ehe der 29:27 (16:13)-Erfolg unter Dach und Fach war. Es war der 35. Bundesliga-Heimsieg der SG, die nach Pluspunkten in der Tabelle mit Spitzenreiter THW Kiel gleichzog.

„Wir hätten die Partie souveräner gestalten müssen, aber das ist uns nicht gelungen – so wurde es ein Kampfspiel. Wir erwarten mehr von uns, wissen aber auch, dass wir uns in einer schwierigen Phase mit vielen Spielen befinden. Man geht mit vielen kleinen Zielen in ein Spiel, aber leider haben wir nicht viele davon umgesetzt. Irgendwann kommt der Tag, an dem man es nicht mehr schafft und man enttäuscht und ratlos in der Kabine sitzt“, meine SG-Trainer Maik Machulla nach dem Spiel und zollte dem Underdog Respekt. „Die Nordhorner spielten taktisch klug,haben den Ball lange laufen lassen und fielen nicht in Stress. Kurz vor dem Zeitspiel machten sie ihr Tor.“

Nordhorns Coach Geir Sveinsson war dann auch „superstolz auf meine Spieler. Wir sind das ganze Spiel cool geblieben – im Angriff wie in der Verteidigung. Die Spieler kämpften bis zum Schluss und spielten unheimlich diszipliniert – und das in Deutschlands geilster Halle. Ich hatte meinen Jungs vorher gesagt, dass sie diese Atmosphäre genießen sollen.“

Die SG geriet vor 5.830 Zuschauern in der Flens-Arena früh unter Druck. Nach vier Minuten führte der krasse Außenseiter  mit 3:1. Gøran Johannessen markierte mit dem 4:3 (7.) die erste Führung für die SG, für die bis dahin nur Marius Steinhauser getroffen hatte. 

Nach einer Viertelstunde bekamen die Hausherren die Partie in den Griff. Holger Glandorf  traf in seinem letzten Spiel gegen seinen Ex-Klub zum 8:6 (15.). Mit einem Zwischenspurt zog die SG auf 11:6 (Gottfridsson) davon, um bis zum Ende der ersten Hälfte die Zügel wieder etwas schleifen zu lassen. Vielleicht spukte in den Köpfen der SG-Spieler schon das schwere Auswärtsspiel in der Champions League am Sonnabend (17.30 Uhr) bei Elverum Handball herum.
Jedenfalls konnte Nordhorn, das im Angriff nun mit einem siebten Feldspieler agierte, den Rückstand bis zur Pause auf drei Tore verkürzen.

Gleich nach dem Wechsel brachte der überragende Pavel Mickal (8 Tore) die Gäste sogar bis auf zwei Treffer an. Und Nordhorn blieb in Schlagdistanz. Wichtig, dass Torbjørn Bergerud nach dem 19:16 durch Anders Zachariassen (40.) dem HSG-Goalgetter Robert Weber den zweiten Strafwurf abkaufte.
Ein erneuter Zwischenspurt zum 23:17 (46.), das wiederum Zachariassen markierte, sollte es doch gewesen sein für die SG – aber denkste! In kürzester Zeit schmolz der Vorsprung wieder dahin. Als Patrick Miedema in Überzahl auf 25:26 verkürzte (55.), war die Sensation plötzlich zum Greifen nah.
Ausgerechnet Holger Glandorf sorgte 60 Sekunden Schluss mit dem 29:27 schließlich für die Entscheidung und kollektives Aufatmen in der Flens-Arena. Das war gerade noch einmal gut gegangen. „Solche Spiele muss man eben auch gewinnen“, meinte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke erleichtert.

SG Flensburg-Handewitt: Buric (ab 55.), Bergerud (7/2 Paraden) – Golla (2), Glandorf (2), Jeppsson (3), Jøndal (2), Steinhauser (7/3), Heinl, Zachariassen (3), Johannessen (4), Gottfridsson (3), Schöngarth (2), Ebeling, Jurecki (1)
HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (6 Paraden, ab 31.), Buhrmester (6 Paraden) – Verjans, Heiny, Leenders (1), Weber (3/2), Mickal (8), Miedema (7), de Boer, Zare, Vorlicek (7), Seidel, Pöhle (1), Kalafut
Schiedsrichter: vom Dorff/ vom Dorff (Kaarst); Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Jøndal 2, Steinhauser 2, Jurecki 2 – Pöhle 2, de Boer 2, Miedema 2); Siebenmeter: 3/3:4/2 (Weber scheitert zwei Mal an Bergerud); Zuschauer: 5.830

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