Mit Zuversicht ins neue Jahr

Bundespräsident zu Gast in Flensburg

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender in der Flensburger St. Nikolai Kirche. Fotos (4): Jonas

Der Bundespräsident und die First Lady schreiten bei der Begrüßung durch den Kirchgang der Flensburger St. Nikolai Kirche.

Moderator Johannes B. Kerner führt durch die Sendung.

Auf dem Empfang im Deutschen Haus: Oberbürgermeisterin Simone Lange, Ministerpräsident Daniel Günther und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (v. li.).

Flensburg (sj) – Alle Jahre wieder ist die Fernsehsendung „Weihnachten mit dem Bundespräsidenten“ ein fester Bestandteil im Programm des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) am Heiligen Abend.  Das festliche Konzert findet traditionell an einem besonderen Ort im Bundesgebiet statt. Dieses Jahr wurde dafür die Flensburger St. Nikolai Kirche ausgewählt. Die so schon imposante Kulisse der Hauptkirche der evangelischen Kirchengemeinde direkt am Südermarkt erstrahlte zur Fernsehaufzeichnung, wenige Tage vor Weihnachten, in einem ganz besonders festlichen Ambiente.  

Moderator Johannes B. Kerner eröffnete das Programm mit einer Begrüßung der geladenen Gäste. Unter ihnen gut 180 ehrenamtlich Tätige, die sich in verschiedenen Funktionen vorbildlich für das Gemeinschaftswohl einsetzen. Sie sind Gäste des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und dessen Ehefrau Elke Büdenbender, die nach einem herzlichen Empfang in der ersten Reihe der St. Nikolai Kirche gemeinsam ihre Plätze einnahmen.

In der gut einstündigen Fernsehsendung begeisterten regionale Chöre und Orchester aber auch bekannte Solisten und Stars der Unterhaltungsmusik. Neben traditionellen Weihnachtsliedern präsentierte die hochkarätige Musikauswahl Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Gabriel Fauré und Georg Friedrich Händel. Für die musikalische Untermalung des weihnachtlich festlichen Formats sorgen dabei das Schleswig-Holstein Festival Orchestra, die Chorknaben Uetersen, der aus der Ukraine stammende Tenor Olesksiy Palchykov, die französische Trompeterin Lucienne Renaudin Vary und die Lokalmatadoren der Band Santiano.

Zwischen den stimmungsvollen Darbietungen führte Moderator Johannes B. Kerner ausführliche Gespräche. Einleitend wollte er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erfahren, warum er dieses Jahr die „Seefahrerstadt“ Flensburg als Veranstaltungsort ausgewählt hat. Steinmeier verwies auf die kulturelle Vielfalt, die Mehrsprachigkeit und vor allem auf das gute Miteinander: „Als Ort von deutsch dänischen Begegnungen ist diese wunderbare Kirche ein Wahrzeichen für mehr als 100 Jahre Grenzfrieden. Diese Botschaft erscheint mir in diesen Zeiten als besonders wichtig. Hier lebt man Europa“, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.   In seinen weiteren Ausführungen dankte der Bundespräsident allen, die sich ehrenamtlich einsetzen: „Mir macht es immer wieder Freude Menschen zu begegnen, die an mehr als an sich selbst denken. Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft“.  Auf die Frage zum bewegendsten Moment des Jahres, ging Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seine jüngste Reise in die Ukraine ein. Gleich zu Anfang prägte der Luftalarm den Besuchsverlauf.  Die Begegnung mit einer älteren Dame, die nicht mehr aufhören wollte zu weinen, weil ihr die Antworten fehlten, um ihrem Enkel zu erklären, was die Schrecken des Krieges bedeuten, bewegte ihn zutiefst.  Johannes B. Kerner wagte in diesem Zusammenhang einen Blick in die Zukunft und wollte von Frank-Walter Steinmeier wissen, ob es Gründe für Zuversicht und Hoffnung in diesen Zeiten gibt. Der Bundespräsident rief zu Zusammenhalt und Zuversicht auf. „Eine solidarische Gesellschaft kann viel bewirken. So haben wir in der Vergangenheit schon Krisen überstanden. Ich habe Zuversicht, denn wir sind nicht allein. Auch die Menschen in der Ukraine sind nicht allein“, betonte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Mit einem anschließenden Empfang im Deutschen Haus endete der Besuch des Bundespräsidenten in der Fördestadt. Zahlreiche geladene Gäste nutzten im Laufe des Abends die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch mit dem Staatsoberhaupt und dessen Ehefrau. Die komplette Sendung „Weihnachten mit dem Bundespräsidenten“ aus der Flensburger St. Nikolai Kirche ist über die Mediathek des Zweiten Deutschen Fernsehens weiterhin verfügbar.

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