Marschbahn: Es geht voran

Auf der Liste der Projekte im Maßnahmenbeschleunigungsgesetz

Foto: Eggers

Nordfriesland (ge) – Wer auf Sylt arbeitet und auf dem Festland lebt, der kann den Weg zur Arbeit ausschließlich mit der Bahn über den Hindenburgdamm zurücklegen. Und ausgerechnet auf dieser Strecke (Hamburg-Altona – Westerland) häuften sich in den vergangenen Jahren die Verspätungen und Zugausfälle, was eine massive Belastung der Pendler bedeutet. Diese müssen teilweise vorausahnend einen Zug früher nehmen, um nicht immer wieder zu spät bei der Arbeit zu erscheinen. Schleswig-Holsteinische Politiker (und vor allem die nordfriesischen Kreisverbände) kämpfen schon lange für den zweigleisigen Ausbau der Marschbahn. Einen Rückschlag gab es im vergangenen November, als Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) die Aufnahme des zweigleisigen Ausbaus in das Maßnahmenbeschleunigungsgesetz ablehnte.

Nach dem entsprechenden Votum des Bundesrats im vergangenen Dezember hat sich am Freitag auch der Bundestag für die Aufnahme des Marschbahnausbaus in das Beschleunigungsgesetz ausgesprochen. In einer gemeinsamen Presseerklärung lobten Mathias Stein, Kieler Bundestagsabgeordneter und SPD-Berichterstatter im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags, und die nordfriesische SPD, dass die Marschbahn jetzt auf der Liste der Projekte steht, für die das Maßnahmenbeschleunigungsgesetz gilt. „Damit auch schnell etwas passiert, werden wir Parlamentarier beim Bundesverkehrsministerium Druck machen“, verspricht Stein. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Carsten-F. Sörensen und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Thomas Nissen loben „dieses gute Ergebnis für unsere Region“. Der Nordfriesische Kreistag beschloss auf Antrag von CDU, FDP, Grünen und SSW eine weitere Resolution zur Marschbahnstrecke: Die Landesregierung solle sich bei der Bundesregierung dafür stark machen, dass die Planungen für die notwendige Elektrifizierung sofort aufgenommen werden, damit die Realisierung schnell beginnen kann. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Nissen gab zu bedenken, dass erst die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie des Landes abgewartet werden sollten. Deshalbenthielt sich die SPD-Fraktion teilweise bei der Abstimmung über die Resolution des Kreistags.


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