Lange in die Zukunft geplant

Umweltminister besichtigt Dagebüller Klimadeich

Gemeinsame Deichbegehung von Umweltminister Jan Philipp Albrecht (vorne links) mit Bürgermeister Kurt Hinrichsen. Foto: Eggers

Dagebüll (ge) – Damit Dagebüll und weite Teile Südtonderns auch in Zukunft vor Sturmfluten geschützt sind, ist der Deich verstärkt worden. Die Arbeiten umfassten eine Länge von 1,2 Kilometern, auf der nicht nur der Deich erhöht worden ist, sondern dieser auch ein neues Profil erhielt: Er ist breiter und hat eine flache Böschung, an der sich das Wasser „totlaufen“ kann. Der nun 7,95 Meter hohe Deich schützt das Land auch vor einem unerwartet hohen Anstieg des Meeresspiegels. Nun kam Umwelt- und Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht nach Dagebüll, um sich selbst ein Bild von dem neuen Klimadeich zu machen. Begrüßt wurde er von Vertretern des LKN.SH, Bürgermeister Kurt Hinrichsen und Oberdeichgraf Jan Albrecht. Dr. Johannes Oelerich (Abteilungsleiter für Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz im Umweltministerium) stellte einen historischen Abriss der Arbeiten an der Deichverstärkung vor: Von den ersten Maßnahmen im Galmsbüller Koog in den Jahren 2007 und 2008, über die Verwirklichung der neuen Stöpe bis zur Fertigstellung des Klimadeiches. Insgesamt sind 22,5 Mio. € für den Abschnitt investiert worden. „Das war es uns wert“ betonte Dr. Oelerich. Umweltminister Jan Philipp Albrecht dankte für das Geleistete und betonte: „Dies ist ein ganz wichtiger Tag.“ Man habe lange in die Zukunft geplant, damit die Küstenbewohner langfristig vor dem Meeresstiegelanstieg geschützt seien. LKN-Direktorin Birgit Matelski betonte die Komplexität der Maßnahmen, bei deren Realisierungen es zu „einer Menge Überraschungen“ kam: Dazu gehörte der Fund von asbesthaltigem Unterbau und das Sturmtief Sebastian im Jahr 2017, das eine Verzögerung von mehreren Wochen bewirkte. Doch man habe Nerven, Kraft und Geduld behalten. Matelski lobte die gute Zusammenarbeit mit den Menschen, die in Dagebüll wohnen. Bürgermeister Kurt Hinrichsen ergänzte, dass die Deichverstärkung der Gemeinde auch die Möglichkeit für Investitionen in touristische Maßnahmen gab. Mit ansprechendem Verkalit-Boden. einer neuen Veranstaltungsfläche (z.B. für Konzerte), einer Bude für die Rettungsschwimmer, neue Duschen und Toiletten sowie Barrierefreiheit bis zum Meer konnte die Qualität Dagebülls als Urlaubsort gestärkt werden. Umweltminister Albrecht stellte hierzu fest: „Wenn Küstenschutz und Tourismus gemeinsame Wege gehen, dann ist dies eine echte Win-Win-Situation“.

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