Junge Liberale fordern Rücktritt von Simone Lange

"Oberbürgermeisterin handelt eigenmächtig"

Erik Jäger. Foto: Henrike Jäger

Flensburg (mm) - Nach den turbulenten Geschehnissen am Bahnhofswald, wird die Diskussion um die letzten
Geschehnisse zunehmend hitzig.
 
Dazu melden sich nun die Jungen Liberalen Flensburg zu Wort: „Dass sich die Lage bis zuletzt so extrem zugespitzt hat, ist auch auf das Versagen unserer Oberbürgermeisterin zurückzuführen. Es hätte von Anfang an Recht durchgesetzt werden müssen.“, kommentiert Erik Jäger, Vorsitzender der Jungen Liberalen Flensburg.
 
Unter anderem hat sich Günter Strempel, Initiator der Bürgerinitiative Bahnhofsviertel, gegenüber der Flensborg Avis dahingehend geäußert, dass Lange noch vor der Ratsversammlung am letzten Donnerstag mit den Besetzern gesprochen habe. Sie sicherte laut Strempel zu, dass im Februar keine Räumung und Rodung des Bahnhofswaldes mehr stattfinden würde. Am Sonntag wurde von der Oberbürgermeisterin schließlich ein Amtshilfeersuchen gegenüber der Landespolizei eingereicht, das eine Räumung des Bahnhofswaldes in Auftrag gibt. Laut Lange sei ein eine weitere Rodung bis zum 28. Februar aber keinesfalls sicher. Sie behalte sich vor, eine Verlängerung der Verfügung, welche die weitere Rodung des Waldes untersagt, zu veranlassen. Laut den JuLis stehen beide Ereignisse im Widerspruch zu den Beschlüssen der Ratsversammlung und der bereits erteilten Baugenehmigung für das Hotel.
 
Jäger ergänzt weiter: „Die Oberbürgermeisterin handelt hier eigenmächtig gegen den Willen der Kommunalpolitik. Es entsteht ein unwiderruflicher Schaden für die Stadt Flensburg, auch mit Blick auf zukünftige Bauprojekte. Um weiteren Schaden zu vermeiden fordern wir Simone Lange auf, zu hinterfragen, ob Sie noch die Richtige auf dieser Position ist.“
 
Unterstützung gibt es von der FDP-Ratsfraktion. Dazu sagt der Fraktionsvorsitzende, Christoph Anastasiadis: „Das Verwaltungshandeln rund um die Causa-Bahnhofshotel hat uns bereits über die letzten Monate hinweg schockiert. Absprachen mit den Besetzern und eigenmächtige Initiativen, die nun vielleicht zur Folge haben, dass ein geltender Ratsbeschluss nicht umgesetzt werden kann, bringen das Fass zum Überlaufen. Damit ist jegliches Vertrauen in Frau Lange verspielt.“


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