Hoffnung: Baubeginn Hospiz noch vor dem Sommer?

Initiatoren hoffen auf die nötigen Genehmigungen

(von rechts) Enno Körtke, Jörg Rüping, Gunnar Motullo, Präsident Rolf Sörensen, Schirmherrin Sabine Sütterlin-Waack, (hinten re.) Wolfgang Hauschildt, daneben Rotary Vize-Präsident Thomas Beck. Foto: Privat

Schleswig (mm) – „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben!“ Diesen Satz benannte die Britin Cicely Saunders (1918 -2005) stets, wenn sie gefragt wurde, was sie antreibe, den Hospizgedanken in die Gesellschaft hineinzutragen. In Schleswig und Umgebung hat sich vor nunmehr vier Jahren aus dem Kreis des ehrenamtlich organisierten Freundeskreis Hospizdienst eine Initiative entwickelt, die zwei Generationen nach Saunders kurz davor ist, ein lange für unmöglich gehaltenes Projekt zu realisieren: das Petri-Haus, Hospiz im Garten der G. und R. Meier Stiftung, als sinnvolle Ergänzung zu der überragenden Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes. Menschen in der Region Schleswig ein Sterben in Würde und Selbstbestimmung in ihrer Heimatstadt zu ermöglichen, und dafür ein stationäres Hospiz errichten zu lassen, war das von Beginn an visionär formulierte Ziel von Initiator Enno Körtke. Als umtriebiger Freundeskreis-Vorsitzender begab sich Körtke auf die Suche nach Unterstützern und wurde früh fündig beim Rotary-Club Schleswig/Gottorf, dem er selbst seit Jahren angehört. In den vergangenen zwei Jahren kamen die Einnahmen aus einem rotarischen Spendenprojekt anlässlich des Gottorfer Landmarkts (auch am 19. Mai werden wieder die Rotarier den Eintrittskarten-Verkauf vornehmen und dies mit einer Spendenaktion verbinden) der Hospizarbeit in Schleswig zu Gute, jetzt setzt auch der aktuelle Club-Präsident Rolf Sörensen die von seiner Vorgängerin Heda Silbernagel leidenschaftlich begonnene Unterstützung fort.
In der letzten Woche entschieden sich die „Gottorfer“ Rotarier um Präsident Sörensen und Gemeindienst-Sprecher Gunnar Motullo, auch aus den Erlösen aus dem „Rotary-Adventskalender“-Verkauf die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes und das Entstehen des Petri-Hauses mit jeweils 5.000 Euro zu unterstützen.

Diese Nachricht löste im Rotary-Club auch bei Sabine Sütterlin-Waack, Schleswig-Holsteins Justizministerin ist Schirmherrin des Vorhabens, sowie Jörg Rüpping, dem aktuellen Vorsitzenden des Freundeskreis Hospizdienst e.V., große Freude aus.
Längst sind auch diese beiden fest davon überzeugt, das „Hospiz im Garten“ wird kommen. In den nächsten Wochen hoffen die Initiatoren auf die nötigen Genehmigungen, noch vor Beginn des Sommers möchte man mit den Bauarbeiten auf dem idyllischen Grundstück in der Moltkestraße auf Höhe Gartenstraße und Schubystraße beginnen. Rund 3,5 Millionen Euro darf die Errichtung des Hospizes auf dem 3.000 Quadratmeter großen Innenstadtgrundstück kosten. Auf einer Nutzfläche von etwas mehr als 1.000 Quadratmetern sollen 12 hochmoderne und großzügige Hospizplätze und zwei Gästezimmer eingerichtet werden. Als entscheidender Partner in der zu gründenden Betreibergesellschaft steht dem Freundeskreis Hospizdienst und dem Ev.-Luth. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg seit geraumer Zeit die Diakoniestiftung Kropp in Person des Finanzvorstands Wolfgang Hauschildt eng zur Seite.
Bei Vortragsveranstaltungen wie vor wenigen Tagen in ihrem Service-Club heben Enno Körtke und Jörg Rüping stets hervor, wie hilfreich jede einzelne noch so kleine Spende auf dem Weg zum Petri-Haus ist. Doch ohne das Vermögen der Eheleute Renate und Gerhard Meier, die seit Sommer 2017 sagenhafte 1,5 Millionen Euro in die nach ihnen benannte Hospiz- und Palliativstiftung einzahlten, wäre das Vorhaben längst noch nicht aus dem Stadium der Vision herausgekommen.
Grundstein des Projekterfolges war und ist das enorme Engagement von Enno Körtke im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. „Ohne die Unterstützung der Öffentlichkeit ist ein solches Vorhaben zwecklos. Die Initiative Petri Haus hat dem schwierigen Hospiz-Thema überhaupt erst die Aufmerksamkeit verschafft, die es verdient.“ In diesem Sinne werden Jörg Rüping, Enno Körtke und ihre Mitstreiter im Freundeskreis Hospizdienst e.V. nicht müde, weitere Freunde für den Verein zu werden. „Es ist für die Zukunft sehr wichtig, unserem Ambulanten Hospizdienst und dem Petri Haus eine Stimme zu geben. Und ein Verein mit 1.000 Mitgliedern wird nun einmal mehr gehört, als einer mit 250 Mitgliedern“, sagte Jörg Rüping und verteilte im Kreise der Rotarier viele Aufnahmeanträge.
Wer die Arbeit des Freundeskreis Hospizdienst e.V. unterstützen möchte:
Freundeskreis Hospizdienst Schleswig e.V.; Hornbrunnen 14b
24873 Schleswig; Mail: info@freundeskreis.sh

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