Gemeinsames Schwimmen, Malen, Backen, Singen, im Garten pusseln, Trecker fahren ...

Diakonisches Werk sucht „Pateneltern“

Leitet das Patenelternprojekt: Christof Pankratz-Falk. Foto: (c) Diakonisches Werk

Husum/NF (pa) – Für Kinder psychisch belasteter Eltern hält das Diakonische Werk Husum ein besonderes Angebot bereit: „Pateneltern“ bieten ihnen einmal in der Woche – mitunter auch alle zwei Wochen – ungeteilte Aufmerksamkeit, Kontinuität und viel Zeit.

„Oftmals fehlt Eltern die Gelegenheit zu ausführlicher Kommunikation mit ihrem Nachwuchs oder aber es fällt ihnen schwer, flexibel auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen“, sagt Sozialpädagoge Christof Pankratz-Falk, der dieses seit sechs Jahren bestehende Projekt leitet. Seit einiger Zeit jedoch sucht das Diakonische Werk neue Paten und Patinnen: „Manche Patenschaften sind ausgelaufen. Die Kinder sind herangewachsen und haben neue, eigene Interessen.“

Bei der Patenelternschaft handelt es sich um ein Ehrenamt. Pateneltern – meist zwischen 20 und 70 Jahre alt – haben keine Betreuungsaufgaben in der Familie: „Es geht hauptsächlich darum, den Kontakt zum Kind aufzubauen, entweder bei den Paten und Patinnen zuhause oder auf neutralem Boden“, so Christof Pankratz-Falk. Das bedeute aber nicht, dass Eltern und Paten einander fremd bleiben: Natürlich lernen sich alle Beteiligten kennen und einschätzen. Auf diese Weise könne sich Verständnis für die Eltern bilden, sowie Toleranz gegenüber der jeweiligen häuslichen Situation. Denn immer hat die Patenelternschaft etwas Bereicherndes, es ist ein gegenseitiges, positives Nehmen und Geben, das Leichtigkeit und Frohsinn für das Kind in den Mittelpunkt stellt.

Das kann auf vielerlei Art und Weise geschehen: Gemeinsames Schwimmen, Malen oder Backen, Singen, im Garten pusseln oder Trecker fahren – es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich dem Kind fruchtbringend zu widmen.

Wenn sich eine verlässliche, tragfähige Patenschaft – die gleichzeitig auch „Partnerschaft“ ist – entwickelt hat, kann diese über mehrere Jahre bestehen. Eigentlich ist eine Patenelternschaft noch viel mehr: Einen Paten oder eine Patin zu haben, ist ein schönes Extra, ein kleiner kostenfreier Luxus, wie ein Geschenk. Es geht darum, gemeinsam eine gute, harmonisch-unbeschwerte, erfüllende Zeit zu verbringen, neue Erfahrungen zu machen und andere Sichtweisen kennenzulernen, nicht aber darum, ein „fertiges Freizeitprogramm“ zu liefern beziehungsweise entgegenzunehmen.

Paten und Patinnen werden – gleichgültig ob neu oder bereits „alte Hasen“ – auf keinen Fall alleingelassen. „Sie haben regelmäßigen Kontakt zum Diakonischen Werk und werden begleitet, beraten und unterstützt“, so Christof Pankratz-Falk. Für Neue gibt es Schulungen und entsprechende Einführungen. Auch lernen sich die Paten und Patinnen untereinander kennen und unterstützen einander. Dies alles wird auch ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Kreises Nordfriesland und den Lions-Club Husum-Uthlande.

Christof Pankratz-Falk hofft, dass bald noch mehr Menschen ein Teil ihrer freien Zeit in das Patenelternprojekt investieren möchten. Die Kontaktaufnahme ist möglich über die Telefon-Nummer 04841 691440 oder per E-Mail unter patenelternprojekt@de-husum.de.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.