Geflügelpest in Nutztierbestand auf Pellworm festgestellt

Bereits der dritte Fall von Geflügelpest in Nordfriesland

Foto: Adobe Stock

Nordfriesland (pa) - In einem Betrieb auf der nordfriesischen Insel Pellworm wurde das Geflügelpest-Virus festgestellt. Am 19. November abends übermittelte das Friedrich-Loeffler-Institut dem Kreis das positive Testergebnis. Es handelt sich um das Virus H5N8. Von den rund 650 Gänsen in der betroffenen Haltung war eine größere Anzahl innerhalb kurzer Zeit gestorben. Noch am Vormittag des 20. Novembers wurden alle Tiere der Geflügelhaltung gemäß den Vorschriften der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung getötet und fachgerecht entsorgt.

Um ein Überspringen der Geflügelpest auf weitere Nutztierbestände zu verhindern, hat das Veterinäramt des Kreises einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet.

Der Sperrbezirk umfasst die Insel Pellworm. Das Beobachtungsgebiet umfasst die Halligen Hooge, Süderoog und Südfall. Eine entsprechende Allgemeinverfügung samt Landkarte wurde unter www.nordfriesland.de/amtsblatt veröffentlicht (Amtsblatt Nr. 55).

An den Hauptzufahrtswegen werden Schilder mit der Aufschrift »Geflügelpest-Beobachtungsgebiet« beziehungsweise »Geflügelpest-Sperrbezirk« angebracht.

In diesen Gebieten gelten umfangreiche Beschränkungen für Geflügelhaltungen. Aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung ist die Jagd auf Federwild untersagt. Im Sperrbezirk dürfen auch gehaltene Säugetiere den jeweiligen Betrieb nur verlassen, wenn sie keinen Kontakt zu gehaltenem Geflügel hatten.

»Nach Oland und Emmelsbüll-Horsbüll ist das jetzt bereits der dritte Fall von Geflügelpest in Nordfriesland. Jeder Mensch kann dazu beitragen, weitere Fälle zu verhindern. Die Landwirte befolgen strengste Biosicherheitsmaßnahmen, und die Bevölkerung ist aufgerufen, keine toten Wildvögel anzufassen, sondern sie bei der Nationalparkverwaltung oder bei Funden binnendeichs dem jeweiligen Ordnungsamt anzuzeigen«, betont Kreisveterinär Dr. Dieter Schulze.

Das Husumer Veterinäramt hat unter 04841 67-827 ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags bis 13 Uhr erreichbar.

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