Ehrung der Meister

140 nordfriesische Sportler geehrt

Kreispräsident Heinz Maurus (li) und Landrat Dieter Harrsen (re) ehrten die Teams und Einzelsportler. Foto: Eggers

Niebüll (ge) – Nordfriesland muss sich mit seinen sportlichen Leistungen nicht verstecken. Bei der „Ehrung der Meister“ des Sportverbandes Nordfriesland sind in der Niebüller Stadthalle insgesamt 140 Sportlerinnen und Sportler, die im Jahr 2018 große Erfolge erzielten, geehrt worden. Ebenfalls ausgezeichnet wurden 14 Landesauswahlspieler/innen der Mannschaftssportarten aus drei Landesfachverbänden.

Moderiert wurde der Abend von Kim Koltermann (Beisitzer im Vorstand des Kreissportverbandes NF). Landrat Dieter Harrsen und Kreispräsident Heinz Maurus kam die Aufgabe zu, jedem Sportler persönlich zu gratulieren und ein Präsent zu überreichen. Mit viel Respekt und Humor drückten sie ihre Wertschätzung gegenüber den nordfriesischen Meistern aus. Nur kurz blieb ihnen das Lachen im Halse stecken, als Peter Cohrs, Stiftungsgründer der Jugendsportförderung, den beiden vorschlug, mit ihm gemeinsam an dem 10-Kilometer-Lauf auf den Husumer Hafentagen teilzunehmen. Zwischen den Ehrungen in den unterschiedlichen Disziplinen wurden aufwendige Darbietungen einzelner Sportarten präsentiert. Die Football-Mannschaft „Frisia Warriors“ nutzte die Gelegenheit, um zu versuchen, dem Publikum den American Football zu erklären. Kein leichtes Unterfangen, denn dieser Sport erscheint auf den ersten Blick äußerst ungewöhnlich und komplex. Doch die Erläuterungen von Coach Otto Lüllau sorgten für etwas Licht im Dunkel der Ahnungslosigkeit. Zu jedem Football-Team gehören auch die Cheerleader, die mit einer Mischung aus Akrobatik, Turnen und Tanz nicht nur anfeuern, sondern selbst einen eigenen Sport darstellen. Zu den Frisia Warriors gehören die Frisia Valkyries, die ihre Motions und Stunts auf der Bühne präsentierten. Es folgte ein Talk mit Landrat Harrsen, der betonte, dass es für Nordfriesen etwas Besonderes sei, wenn die Sportler der Region erfolgreich sind. Denn: „In Nordfriesland gibt es ein Zugehörigkeitsgefühl.“ Ganz wichtig sei es auch, dass es Vereine gibt, wo man füreinander da ist. Im Haushalt von Nordfriesland gebe es eine feste Summe für den Sport, die gerade erhöht worden ist.

Matthias Hansen (Vorsitzender Kreissportverband Nordfriesland) freute sich, dass so viele Sportler geehrt werden können. Er kritisierte die Anerkennung des „E-Sport“ als Sport: „Ich fände es sehr fragwürdig, einen Landesmeister im Counter Strike zu ehren.“ Man sollte statt „E-Sport“ lieber „E-Game“ sagen, da es sich dabei nicht um echten Sport handele. Niebüllers Bürgervorsteher Uwe Christiansen sagte, er sei stolz, dass Niebüll die erste Stadt mit Sportentwicklungsplan gewesen sei. Die Stadt werde bald mit der neuen Südtondernhalle noch besser aufgestellt sein. Andere Kommunen machten das Konzept nach und seien begeistert.

Neben den Meistern im Tischtennis, Turnen, Fußball, Floorball, Handball, Judo und den vielen weiteren Sportarten wurde auch Olaf Hinrichsen ausgezeichnet: in einer mehr als coolen Sportart: dem Eisschwimmen. Er schwimmt bei unter 5 Grad und trainiert im Sommer, indem er in einer Tonne voller Eiswasser sitzt. Hans Thiessen, Vorsitzender von Rot-Weiß Niebüll, dem größten Sportverein Nordfrieslands (2.300 Mitglieder), war voller Dank für die vielen engagierten Sportler, Trainer und Helfer. Aber ganz besonders dankte er den Eltern, denn ohne diese ginge es nicht – gerade weil diese oft durch ihre Kinder mit in die Vereine hineinwachsen. Peter Cohrs begründete anlässlich des 125-jährigen Jubiläums von CJ Schmidt die Jugendsportstiftung Nordfriesland, um mit dieser die Ausbildung von Jugendtrainern zu fördern. Er ist bis heute ein begeisterter Sportler und weiß, dass gut ausgebildete und motivierte Jugendtrainer eine wichtige Säule im Sport sind. „Es konnten nicht jedes Jahr alle Mittel ausgeschöpft werden“, so Cohrs und rief dazu auf, sich bei der Stiftung um Unterstützung zu bewerben. Kreispräsident Heinz Maurus hob die Bedeutung des nordfriesischen Sports hervor, indem er diesen mit etwa 60.000 Sportlern als die „größte Bürgerbewegung Nordfrieslands“ bezeichnete. Nach der geistigen Stärkung durch die motivierenden Ehrungen und Worte gab es noch ein Brötchen-Buffet als leibliche Stärkung, so dass alle Sportlerinnen und Sportler nach diesem Abend kraftvoll nach Haus fuhren, um auch in diesem Jahr 2019 wieder große Erfolge zu feiern.

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