Alles gesagt zum Natur- und Küstenschutz

Dr. Hendrik Brunckhorst geht in den Ruhestand

Geht in den Ruhestand: Dr. Hendrik Brunckhorst. Foto: LKN.SH

Tönning/NF (pa) - 35 Jahre nach seinem Start im Tönninger Nationalparkamt geht der langjährige Sprecher des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH), Dr. Hendrik Brunckhorst, in den Ruhestand. „Gefühlt sind wenige Jahre vergangen, seit ich in einem Brief ans damalige Amt für Land- und Wasserwirtschaft gegen die Eindeichung der Nordstrander Bucht protestierte“, erinnert sich der Diplom-Biologe.

„Damals machten neue Deiche, Dünnsäureverklappung, schwarze Flecken im Watt und überweidete Salzwiesen uns Naturschützern große Sorgen. Algenblüten und Seehundsterben wurden als ökologische Tiefschläge empfunden. Einige Jahre nach der Nationalparkgründung wurde es besser: Die Jagd auf Wasservögel wurde verboten, Salzwiesen erblühten, das Watt wurde immer besser geschützt und erforscht. Die Auszeichnung als Weltnaturerbe pushte die Akzeptanz des Nationalparks. Schließlich wurden Küstenschutz- und Nationalparkverwaltung im LKN.SH zusammengelegt und ein Biologe der Pressesprecher. Ich. Wahnsinn!“, blickt Hendrik Brunckhorst dankbar zurück.

Mit Einrichtung des LKN.SH kamen für ihn Küstenschutzthemen hinzu. Und Hendrik Brunckhorst sorgte dafür, dass auch diese Arbeiten des LKN.SH in den Medien präsent waren. Aber nicht nur das. „Für den neuen Landesbetrieb organisierte Hendrik Brunckhorst ein identitätsstiftendes und einprägsames Erscheinungsbild“, sagt LKN-Direktorin Birgit Matelski. „Unser Claim ,Wir schützen Schleswig-Holsteins Küsten‘ prangt nun an der Wand unseres Betriebssitzes in Husum und an unseren Dienstfahrzeugen. Mit den grünen Jacken unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vielen anderen gleichartig gestalteten Objekten erhielt der LKN.SH einen augenfälligen Auftritt, ein Markenzeichen“, freut sich die LKN-Chefin.

Nach zahllosen Artikeln, Pressemitteilungen und Redetexten habe er nun „alles gesagt“, so Hendrik Brunckhorst. Weil der Nationalpark und der Küstenschutz an Schleswig-Holsteins Küsten aber laufend neue Geschichten bieten, wird die Aufgabe bald von neuen Leuten übernommen.



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