ADFC befragt zum Fahrradklima im Kreis Nordfriesland

Teilnahme am ADFC-Fahrradklima-Test bis 30. November 2020

Foto: Fotolia

Nordfriesland (pa) - Macht Radfahren Spaß oder ist es Stress in den Städten und Gemeinden in Nordfriesland? Sind die Radwege breit genug, wie gut ist die Verknüpfung von Fahrrad und Bahn? Das sind Fragen, die der Allgemeinde Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) noch bis zum 30. November unter www.fahrradklima-test.de stellt. „Dieses Mal ist es uns besonders wichtig, dass auch für kleinere Städte die Mindestteilnahmezahl von 50 bei der Befragung zustande kommt“, so Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC. „Das Land Schleswig-Holstein und der Bund drehen bei der Radverkehrsförderung jetzt richtig auf. Da ist es gut, wenn wir ein möglichst flächendeckendes, aktuelles Bild haben, wo die Stärken und Schwächen beim Radverkehr liegen, und wo der Handlungsbedarf und die Notwendigkeit für Fördermittel am größten sind. Eine hohe Teilnahmequote dokumentiert schon mal großes Interesse der Bevölkerung.“

Die Radstrategie Schleswig-Holstein 2030, die im August von der Landesregierung und im September vom Landtag beschlossen wurden, ist jetzt veröffentlicht worden. Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis 2030 von bisher 13 Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen und im gleichen Zeitraum die Zahl der Unfälle zu halbieren. Das Land hat dazu in den kommenden zwei Jahren über 55 Millionen Euro eingeplant. Der Bund stellt im Rahmen des Klimaschutzpakets in den nächsten Jahren 900 Millionen Euro zusätzlich für den Radverkehr zur Verfügung. Das neue Förderprogramm „Stadt und Land“ wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

In Nordfriesland haben bisher Husum und Niebüll die erforderliche Teilnahmezahl beim Fahrradklima-Test erreicht. Leck ist mit 39 Fragebögen kurz davor. Sylt war die letzten beiden Durchgänge 2016 und 2018 in der Wertung. Diesmal haben dort bisher 24 Personen teilgenommen. „Auch in Bredstedt, Tönning und Wyk auf Föhr ist das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel“ so ADFC-Kreissprecherin Edith Wienhues. „Die Bürgerinnen und Bürger sollten mit einer Teilnahme am Fahrradklima-Test ein Zeichen setzen, dass ihre Politik und Verwaltung mehr für sicheres und komfortables Radfahren tun sollten“.
„Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, dass der Kreis und die Städte und Gemeinden für 2021 finanzielle Mittel beim Bund und beim Land beantragen für bessere und durchgängige Radwege, Fahrradabstellanlagen und insgesamt eine sichere und attraktive Infrastruktur zum Radfahren“ sagt der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller. „Der Kreis Nordfriesland muss hier auch als Tourismusdestination mitmachen, bevor das ganze Geld nach Bayern oder in andere Kreise geht“ bekräftigt Edith Wienhues. Die Verwaltungen müssen im Rahmen der Haushaltsverhandlungen mit der Beantragung von Fördermitteln für Radverkehrsprojekte beauftragt werden.

Die Teilnahme am ADFC-Fahrradklima-Test ist bis zum 30. November 2020 möglich unter www.fahrradklima-test.de.

Für Rückfragen:
Thomas Möller, ADFC-Landesvorsitzender SH: thomas.moeller@adfc-sh.de, Tel. 01511-6969326
Edith Wienhus, ADFC-Kreissprecherin Nordfriesland: Edith.wienhues@nordfriesland.adfc-sh.de

Mehr Informationen zur Radstrategie Schleswig-Holstein 2030:
www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/R/radverkehr/radstrategie_Infoseite.html

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