Flensburg als „Kinderfreundliche Kommune" ausgezeichnet

Erste Kommune in Schleswig-Holstein mit dem Siegel

Felix (9), Jakob(7) und Johann (7), der den "Bürgermeisterhut" der Ministadt trägt, mit dem Siegel. Foto: Stadt Flensburg

Flensburg (mm) - Die Stadt Flensburg wurde mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Flensburg dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren. Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

Oberbürgermeisterin Simone Lange äußerte sich begeistert zur Siegelübergabe: „Ich freue mich sehr, dass wir heute das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ vom Verein entgegennehmen dürfen. Nach dem umfangreichen Entwicklungsprozess des Aktionsplans ist dies ein wichtiger Meilenstein für uns als Kommune und gleichzeitig der Startschuss für die Umsetzungsphase. Durch gezielte Maßnahmen werden wir die Rechte der Kinder in unserer Stadt sichtbarer machen. Hierfür ist maßgeblich entscheidend, die Kinderfreundlichkeit im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention in der Verwaltung, der Öffentlichkeit und relevanten Institutionen weiterzuentwickeln. Diese Aufgabe ist wichtiger Baustein unseres Aktionsplans.“

Jugend- und Familienstaatssekretär Johannes Albig sagte: „Kinderrechte in allen Bereichen des Verwaltungshandelns in den Fokus zu rücken, ist ein Schlüsselfaktor für eine kinderfreundliche und attraktive Stadtentwicklung. Flensburg hat das erkannt und sich auf den Weg gemacht, einen verbindlichen Aktionsplan zur Umsetzung der Kinderrechte zu entwickeln. Das ist großartig und wird heute mit der Siegelübergabe belohnt.“

„Bereits seit vielen Jahren spielt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Flensburg eine große Rolle und ich bin gespannt, wie sich die Vorreiterrolle als erste offizielle ‚Kinderfreundliche Kommune‘ in Schleswig-Holstein in den nächsten Jahren auswirken wird. Wir unterstützen die Stadt dabei durch Projektförderungen und stehen jederzeit gerne beratend zur Seite“, führte der Staatssekretär weiter aus.

Peter-Matthias Gaede, Mitglied des Deutschen Komitees für UNICEF, beglückwünschte die Stadt Flensburg im Namen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. zur Verleihung des Siegels: „Flensburg hat bedeutsame Prozesse für die Stärkung von Kinderrechten auf kommunaler Ebene angestoßen. Bereits der geplante Maßnahmenkatalog wurde unter Einbeziehung von Jugendlichen erarbeitet. In einem nächsten Schritt wird es nun darum gehen, den Aktionsplan mit Leben zu füllen und erfolgreich umzusetzen. Dafür sollen ein Jugend- und ein Kindergremium gegründet und deren Stimme in der Kommunalverwaltung gestärkt werden. Wir begrüßen insbesondere, dass die Stadt öffentliche Räume kinder- und jugendfreundlicher und zugleich familienfreundlicher gestalten und die Öffentlichkeitsarbeit für und mit Kindern und Jugendlichen verbessern will. Wir sind gespannt auf die nächsten Jahre und gratulieren Flensburg zum Erhalt des Siegels.“

Die zuständigen Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Waldemar Stange und Bernward Benedikt Jansen sagten: „Die Stadt Flensburg ist seit Beginn der Kinder- und Jugendbeteiligung in Schleswig-Holstein ein ‚Leuchtturm‘ und durchaus auch ein ‚Fels in der Brandung‘. Mit der Entscheidung, nun durch das Siegel ‚Kinderfreundlichen Kommune‘ die Kinderrechte auf kommunaler Ebene glaubwürdig zu verankern und eine nachhaltige und breite Basis dafür bereitzustellen ist ein konsequenter Schritt, der Flensburg an die Spitze der Bewegung führen wird“.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Über 40 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Wolfsburg, Hanau und Senftenberg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF. Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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