Klimaschutz vor Ort

Kirchliches Eco-Fahrtraining in Süderbrarup

Ab sofort spritsparend unterwegs: Kurs 2 von ingesamt vier Kursen beim Eco-Training. Foto: Pfaff

Süderbrarup (mm) - „Klimaschutz fängt im Alltag und vor der eigenen Haustür an,“, sagt die Klimaschutzbeauftragte des Ev.-Luth. Kirchenkreises Schleswig-Flensburg, Insa Krempin, und wird aktiv: Für kirchliche Mitarbeiter*innen hat sie am letzten Wochenende (19. + 20. Januar 2019) ein Eco-Fahrtraining in Süderbrarup organisiert.
„Noch besser wäre es für das Klima natürlich, wenn alle Mitarbeiter*innen sich ausschließlich per öffentlichem Nahverkehr fortbewegen könnten“, so Insa Krempin. Aber wegen großer Distanzen, ländlicher Strukturen und weniger Busverbindungen sind viele Mitarbeiter*innen auf ihr Auto angewiesen. „Da lag ein Fahrtraining, bei dem man lernt, Sprit zu sparen, nahe“, so Krempin.
Im Seminar haben die 40 Pastoren, Haupt- und Ehrenamtlichen, die in vier Gruppen aufgeteilt waren, im ersten Schritt mit ihrem eigenen Auto auf einer Teststrecke ihren Verbrauch gemessen. Im anschließenden theoretischen Input von Ulrich Pfeiffer und Anita Löffler von Eco-Consult haben sie dann die Faktoren zusammengetragen, die beim Spritsparen helfen: Wenig Ballast, niedertouriges, gleichmäßiges und vorausschauendes Fahren, das Auto mit eingelegtem Gang rollen lassen, wo möglich, und das Abstellen des Motors an der roten Ampel ab 3 Sekunden Wartezeit.
„Eigentlich weiß ich das alles“, resümiert der Teilnehmer Detlef Flüh“ – und trotzdem zeigt sich im und allen anderen Verblüffendes: In der zweiten praktischen Testrunde, bei der die beiden Fahrtrainer als Co-Piloten assistieren, verbrauchen alle Teilnehmer*innen mindestens einen Liter pro 100 km weniger, ein Teilnehmer sogar mehr als 2,5 l.
Bei der durchschnittlichen Fahrleistung von 25.000 km pro Jahr spart damit jeder 280 l Benzin bzw. Diesel ein. Das sind ca. 360 Euro mehr im Portemonnaie jedes Mitarbeiters und 600 kg CO2 weniger in der Luft.
Stadtpastor Johannes Ahrens, ebenfalls Teilnehmer am Training, sagt: Die größte Überraschung für mich war, dass wir in der zweiten Runde alle flotter waren, obwohl wir weniger verbraucht haben. Das Vorurteil, dass Spritsparer nur im Schneckentempo unterwegs sind, ist also komplett falsch.“

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