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Ein ehemaliger Supermarkt wurde Ende der neunziger Jahre zum »Uns lütt Theoter« umgebaut. Diese vereinseigene Spielstätte in Schleswig-Friedrichsberg erfreut sich bis heute großer Beliebtheit bei den Zuschauern und ist für viele Speeldeeler inzwischen »das zweite zu Hause«. Foto: Privat

Ein ehemaliger Supermarkt wurde Ende der neunziger Jahre zum »Uns lütt Theoter« umgebaut. Diese vereinseigene Spielstätte in Schleswig-Friedrichsberg erfreut sich bis heute großer Beliebtheit bei den Zuschauern und ist für viele Speeldeeler inzwischen »das zweite zu Hause«. Foto: Privat

Uwe Petersen gibt Vorsitz nach 25 Jahren ab

Schleswiger Speeldeel: Wahl eines neuen Vorstandes

Schleswig (mm) – Uwe Petersen kündigte zu Beginn seines Jahresberichtes seinen wohl kürzesten Rückblick in seiner 25-jährigen Tätigkeit als erster Vorsitzender an. Es war ein gutes, ruhiges Jahr für die Schleswiger Speeldeel mit vielen Zuschauern, tollen Inszenierungen und schönen geselligen Aktivitäten vom Festausschuss.

Traurig nur, dass die Speeldeel zwei ihrer engagiertesten Mitglieder verloren hat: Am 12. Juli 2012 verstarb das Ehrenmitglied Olly Gröning, die über Jahrzehnte auf der Bühne stand, Regie führte und Stücke ins Plattdeutsche übertrug. Am 8. März 2013 verstarb Hauke Stieger, der über vierzig Jahre aktiv in der Speeldeel war. Davon viele Jahre als Regisseur und künstlerischer Leiter. Dass auch ernsthafte Stücke fester Bestandteil in den Programmen der Speeldeel sind, ist sein Verdienst. Im Laufe der Versammlung wurde Hauke Stieger einstimmig (im Nachhinein) zum Ehrenmitglied ernannt.

Über 10.000 Zuschauer

In 2012 hatte die Speeldeel 91 aktive, ausschließlich ehramtlich tätige Mitglieder, die genau 100 Theatervorstellungen auf die Bühne brachten, die sich 10.063 Zuschauer anschauten.

Für die kommende Saison 2013/2014 sind fünf neue Inszenierungen geplant: Die Jugendlichen der »Mini-Speeldeel« bringen im September’13 »De Hexer« auf die Bühne. Die Komödie »Rünner to’n Fluss« feiert im Oktober’13 Premiere. Gleich zwei Neuinszenierungen sind ab Januar’14 zu sehen: »Bagger« (Einpersonenstück) und »Mien Söhn, de Doktor«. Zum Abschluss der Saison bittet die Speeldeel dann noch zum »Plünnenball«.

Wahlen des Vorstandes

Mit Spannung wurden die Vorstandswahlen erwartet. Uwe Petersen hatte angekündigt, dass er nach 33 Jahren Vorstandsarbeit, davon 25 Jahre als 1. Vorsitzender, nicht mehr kandidieren möchte. Zum neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung einstimmig Lutz Schnoor aus Treia. Vorgänger Uwe Petersen gratulierte auf seine ganz eigene Art und überreichte ihm ein paar Handschuhe mit dem Spruch: »Dormit Du Di de Hannen nich schietig makst.« Neu im Speeldeelvorstand sind Ute Renkhoff aus Stoltebüll als Künstlerische Leiterin, Georg Funk aus Lottorf als Technischer Leiter und Katharina Witt aus Idstedt als Jugendwartin. Weiterhin dabei sind Hanne und Volker Schwarz (Fahrdorf) als Geschäftsführerin und 2. Vorsitzender, Simon Clausen (Treia) als Kassenwart, Hartwig Petersen (Idstedt) als Schriftführer und Stefan Reimann (Ascheffel) als Beisitzer.

Mit stehendem Applaus gratulierte die Versammlung Uwe Petersen zur einstimmigen Wahl zum Ehrenvorsitzenden. Unter seiner langjährigen Leitung wurde z.B. die Fördermitgliedschaft eingeführt (aktuell gehören rund 1.600 Fördermitglieder der Speeldeel an) und ein ehemaliger Supermarkt wurde Ende der neunziger Jahre zum »Uns lütt Theoter« umgebaut. Diese vereinseigene Spielstätte in Schleswig-Friedrichsberg erfreut sich bis heute großer Beliebtheit bei den Zuschauern und ist für viele Speeldeeler inzwischen »das zweite zu Hause«.

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