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Strahlende Schüler: Lynn, Vanessa, Jan Hedrik und Finn können sich gut einen Beruf in der Gastronomie vorstellen. Foto:if

Strahlende Schüler: Lynn, Vanessa, Jan Hedrik und Finn können sich gut einen Beruf in der Gastronomie vorstellen. Foto:if

Neue Perspektiven für das Leben nach der Schule

Gastronomie macht Schülern Appetit auf Kochen und Servieren

Flensburg (if)  – Bereits an der Schule kann der Weg in ein erfolgreiches und befriedigendes Berufsleben beginnen.  Industrie- und Handelskammer, DEHOGA und die Schule am Campus (früher Löhmann-Schule) haben einen Vertrag unterzeichnet, der  Schülern schon früh den Einblick in das Berufsfeld Gastronomie gibt und – so die Hoffnung der Nachwuchs suchenden Gastronomen – mehr jungen Menschen Appetit auf  Kochen und Servieren macht. Wer die  Gesichter der Neuntklässler gesehen hat, wird nicht zweifeln: das ist eine Zusammenarbeit, von der sie gerne profitieren. Strahlende Schüler, die sich von den Profis ernst genommen fühlen konnten und denen DEHOGA-Chef Otto Meurer versprach: »Es gibt für jeden von Euch einen Ausbildungsplatz« und denen Klaus Markmann von der IHK versicherte: »Ihr werdet alle gebraucht!«.  Zum positiven Image  trug der Schirmherr der Aktion, Sternekoch Dirk Luther bei. Mit leuchtenden Augen schwärmte er von dem »schönsten Beruf der Welt«. »Ich wollte nie etwas anderes werden. Und habe es nie bereut.« Den Starkoch in der Schulküche zu erleben, beeindruckte die Schüler genauso wie die Küchen-Tipps der  Profis. Die konnten nämlich mit schmackhaftem Anschauungsunterricht aufwarten: So stellten die Jungen und Mädchen fest, wie wenig Arbeit eine Mayonnaise macht und wie lecker die Selbstgerührte schmeckt. Aber auch, wie kleine belegte Brote zu appetitlich dekoriertem und köstlichem »Fingerfood« wird.  Klar, dass die Neuntklässler Lynn und Jan-Hendrik sich da schnell sicher waren, dass ihre berufliche Zukunft in der Gastronomie liegen wird. Tanja Sandring Fachberaterin Schule Betrieb von der IHK hat mit Dirk Luther genau den Schirmherren gefunden, der Begeisterung vermittelt und  lebende Werbeikone für den Beruf in der Gastronomie ist. »Ich brenne dafür, ein guter Gastgeber zu sein. Das war schon immer so.«Natürlich werden nicht alle Schüler einmal Starköche werden wie Dirk Luther.  Dazu müssten sie  wie er bereit sein, das gesamte  Privatleben dem Beruf unter zu ordnen. Für Luther gibt es nicht Spannenderes,  als die besten Produkte zu finden, um mit dem  leckerste Essen seine Gäste zu verwöhnen. Seinen ersten Stern erkocht sich Luther im Alter von nur 29 Jahren, mit dem zweiten wurde er als 31jähriger ausgezeichnet. Der Mann, der am alten Meierhof in Glücksburg kocht (»die Gäste glücklich macht«) und der zu den Besten  Europas zählt,  ist  immer auf der  Suche nach neuen Entdeckungen der internationalen Küche. Von den Schülern nach dem eigenen Lieblingsgericht befragt, zeigte er sich jedoch konservativ: »Bouillionkartoffeln  und Meerrettichsoße. Davor knie ich nieder.« »Es kommt nicht drauf an, ob man Hauptschüler ist, oder man ein Abitur hat«, machte der Starkoch den Neuntklässlern deutlich: »Wichtig ist, dass man ein Ziel im Auge hat und dann Schritt für Schritt darauf zu geht. Dazu gehört es auch, während der Lehrzeit Gemüse zu schnibbeln, Töpfe zu putzen und Kartoffeln zu schälen.« Das war bei Luther nicht anders. Otto Meurer machte den Schülern Lust auf Abenteuer und Reisen durch die Welt. »Deutsche Köche, deutsche Hotel- und Restaurantfachleute sind in aller Welt gefragt. Jeder, der will, findet von heute auf morgen einen Job.« Für diejenigen der Schüler, die erstmal lieber Daheim bleiben wollen, um möglichst viel mit ihren Freunden chillen zu können, zeigte Luther die Realität auf: »Eure Freunde werden auch Jobs an anderen Orten finden oder sich für Partner entscheiden, die möglicherweise ganz woanders wohnen. Das ist heute anders als früher. Und augenzwinkernd erinnerte er sich an die Berufsvorteile und der Weisheit, dass Liebe durch den Magen geht: »Man kann seine Freundin mit selbst gekochten Leckereien überraschen.«
Die durch einen Vertrag vereinbarte Zusammenarbeit zwischen Schule IHK und DEHOGA wird nicht erst im  neunten Schuljahr beginnen. Schulleiter Gerhard Fenger und das Kollegium an der Schule am Campus wollen die Schüler schon früh auf ein Leben nach der Schule vorbereiten. Die Zusammenarbeit mit den Fachleuten ist da willkommen.

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