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Heute ist Klaus Tscheuschner Dozent in Mecklenburg-Vorpommern. Foto:Philippsen

Heute ist Klaus Tscheuschner Dozent in Mecklenburg-Vorpommern. Foto:Philippsen

Heute unterrichtet er Studenten

Erinnern Sie sich noch an: Klaus Tscheuschner

Flensburg (lip) – Sein Auto hat immer noch ein Flensburger Nummernschild, doch in der Fördestadt ist Klaus Tscheuschner nur noch ab und an zu Besuch. Nach seiner Verabschiedung vor fast genau einem Jahr ist der ehemalige Flensburger Oberbürgermeister gemeinsam mit seiner Frau in die Nähe von Lübeck gezogen. »Der Abschied ist mir sehr schwer gefallen. Ich mag diese Stadt und ihre Menschen«, sagt Klaus Tscheuschner. Sieben Jahre – von 2005 bis Januar 2011 – leitete er die Geschicke Flensburgs. »Die Aufgabe war anspruchsvoll, hat aber gleichwohl viel Freude gemacht«, so der 55-Jährige. Dass er auf eine erneute Kandidatur verzichtete, sei einzig und allein der politischen Konstellation in der Ratsversammlung geschuldet. »Ich habe immer gesagt, dass ich für eine weitere Amtszeit bereitstehe, wenn sich die Politik endlich auf gemeinsame Ziele verständigt; aber das hat leider nicht geklappt«, betont Tscheuschner, der 2004 zwar als Kandidat der CDU ins Rathaus gewählt wurde, aber bis heute parteilos geblieben ist.  Während unter seinem Nachfolger Simon Faber viele noch von ihm angekurbelte Projekte wie die Bowling-Arena, die Erweiterung des Schifffahrtsmuseums und des CITTI-Parks. die Ansiedlung von Danfoss Silicon Power oder die Steuerung der Stadtwerke realisiert werden, zieht es den Ex-Oberbürgermeister zurück zu den Wurzeln. Ähnlich wie 2003, als er nach der Fusion der Städte und Gemeinden auf Fehmarn eine zweijährige Auszeit genommen hatte, wolle er »neue Energie schöpfen und Bodenhaftung finden«, sagt Tscheuschner. Aber nicht, indem er sich auf die faule Haut legt. Ganz im Gegenteil: Tscheuschner ist viel unterwegs – als Dozent unterrichtet er Kommunalrecht, Kommunalpolitik und VWL an der Fachhhochschule Mecklenburg-Vorpommern und an weiteren Schulen und öffentlichen Einrichtungen in Berlin, Güstrow, Schwerin und Greifswald. Deshalb hat der auch seinen Wohnsitz in die Nähe von Lübeck verlegt. »Ich habe mich sehr drauf gefreut wieder mit jungen Leuten zu arbeiten und vielleicht dafür zu sorgen, dass die Verwaltungskräfte der Zukunftnoch fachkundiger und noch bürgerfreundloicher werden«, sagt Klaus Tscheuschner, der schon früher einige Zeit als Dozent in Bielefeld und Brandenburg gearbeitet hat.  In Brandenburg hatte er das kommunale Ausbildungsinstitut mit aufgebaut. Neben dem Vorlesungsbetrieb berät der gebürtige Bielefelder auch Kommunen bei verschiedenen Projekten. Ob er wieder ein Bürgermeisteramt anstrebt?  Ein neues Bürgermeister- oder Landratsamt könne er nicht ausschließen, gibt Tscheuschner zu.  Dass er auch als Nachfolger Bogislav Tessen von Gerlachs im Kreis im Gespräch war, schmeichelt ihm zwar. »Aber da hätte ich als ehemaliger Flensburger Oberbürgermeister nicht die nötige Neutralität gehabt«, sagt der Diplom-Verwaltungswirt. Wolfgang Buschmann hält er für eine gute Wahl.  Klaus Tscheuschner selbst will sich noch ein weiteres Jahr Zeit lassen. Danach sei eine Rückkehr in den Polit-Zirkus nicht ausgeschlossen.  Erstmal aber genießt er es, mehr Zeit zu haben, um sich einfach mal für eine Stunde aufs Fahrrad zu setzen und loszuradeln. Daneben bleibt die SG Flensburg-Handewitt  weiter seine große Leidenschaft. »Diese Liebe ist geblieben«, sagt Tscheuschner, der bei jedem Spiel am Fernseher oder Liveticker mitfiebert. Und ab und zu fährt er auch noch nach Flensburg – aber nicht wegen der SG, sondern im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten oder um seine Tochter zu besuchen.

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