"Fridays for Future"-Kundgebungen in Flensburg:

AStA fordert Soldarität für den Klimaschutz

Flensburg (mm) - Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Europa Universität Flensburg (EUF) begrüßt, dass auch in Flensburg von Schülern organisierte „Fridays for Future“-Kundgebungen geplant sind. "Klimapolitik wird jetzt gemacht – doch das Resultat wird erst in der Zukunft zum Tragen kommen. Wenn Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse der aktuellen Klimapolitik jedoch als nicht tragbar bewerten und als diejenigen, die als junge Menschen am stärksten von der aktuellen Klimapolitik betroffen sein werden, sich jetzt positionieren und ein Zeichen für den Wandel zu mehr Klimaschutz setzen wollen, ist dies ein wunderbares und wichtiges politisches Engagement", heiß es in einer Pressemitteilung des AStA.

Die Debatte hierzu werde kontrovers geführt, da die Kundgebungen während der Schulzeit stattfinden
sollen. "Wir stehen an dieser Stelle hinter den Schülern. Die Kundgebungen während der Schulzeit
sind ein geschickt gewähltes Mittel der Artikulation – denn aus einer Kundgebung für den Klimaschutz
wird dadurch ein Streik für den Klimaschutz. Die Aktion bekommt durch die Verweigerung eine weitere
politische Dimension, deren Erfolg sich bereits in der öffentlichen Debatte zeigt. Unsere Bildungsministerin, Frau Prien, betrachtet Demos als „eine Sache der Freizeit“, wie sie auf ihrer
Facebook Seite veröffentlicht und positioniert sich in der Debatte für das Einhalten der Schulpflicht
und gegen die Kundgebungen während der Schulzeit. Dabei wird das bewusst gewählte Mittel des
Schulstreiks, also die explizite Verweigerung, ignoriert. Aus Sicht des AStAs der EUF, an welcher sowohl
die Lehrerausbildung als auch Nachhaltigkeitsforschung einen besonders zentralen Stelle einnimmt, bieten sie die Möglichkeit, demokratische Teilhabe in Theorie und Praxis zu verbinden. Vor allem, da Priens Ministerium mit „Demokratiebildung 2019“ in diesem Jahr der politischen Bildung an
den schleswig-holsteinischen Schulen einen besonderen Stellenwert beimessen möchte", heißt es weiter.

Demokratie und politische Teilhabe funktionierten jedoch nicht nur in der Theorie – wenn Flensburger
Schüler nun in die Praxis gehen möchten, sei ihnen dieses Engagement hoch anzurechnen.
Wenn diese Praxis dann auch noch gemeinsam im Unterricht reflektiert werde, dann funktioniere
politische Bildung erstklassig. Auch in anderen Fachbereichen könnedie intrinsische Motivation der
Schüler n sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzten, gut genutzt werden, um
beispielsweise Naturwissenschaftliche Hintergründe zu beleuchten.

"Am besten wäre freilich, wenn die Schulstreiks nicht notwendig wären und eine Klimapolitik betrieben
würde, welche das zukünftige Leben der jungen Generation schützte. Die Schüler  sehen die
bisherigen Bemühungen - anders als einige Akteur in der Politik – als nicht ausreichend: Dies zu
artikulieren ist Teil der Demokratie, welche in diesem Jahr an Schleswig-Holsteins Schulen
hervorgehoben behandelt werden soll", so der AStA.

Demonstrationen seien nie nur ein Zeichen gegen etwas, sondern stifteten auch Solidarität und böten
die Erfahrung, etwas bewegen zu können. "Wir rufen daher die Schulen auf, von ihren Möglichkeiten
der Disziplinarmaßnahmen gegenüber Schülern, welche an den Kundgebungen teilnehmen,
abzusehen und damit ihrerseits ein Zeichen für Demokratie und Klimaschutz sowie die Anerkennung
des wertvollen politischen Engagements der Schüler zu setzen. Weiterhin rufen wir die
Flensburger Studierenden auf, sich mit den Schüler zu solidarisieren und gemeinsam mit ihnen
an den Kundgebungen teilzunehmen."

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