Elf Rehunfälle in 22 Stunden

10.07.2018

Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen

Flensburg (ots) - Aus der Leitstellenlage von gestern auf heute für den Bereich der Polizeidirektion Flensburg ging hervor, dass innerhalb von 22 Stunden elf Rehunfälle gemeldet wurden. In allen Fällen kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Kraftfahrzeug. Die Fahrzeuginsassen blieben glücklicherweise unverletzt. Zu den entstandenen Sachschäden an den Fahrzeugen können derzeit keine abschließenden Angaben gemacht werden. Sechs der angefahrenen Rehe verendeten an der Unfallstelle, fünf flüchteten verletzt. Die meisten Unfälle ereigneten sich in der Dunkelheit, bzw.
Dämmerung.

Tipps der Polizei zur Verringerung des Risikos eines Wildunfalls:

Rechnen Sie außerhalb geschlossener Ortschaften immer mit Wildtieren. Hirsche und Rehe sind dämmerungsaktiv,  können aber vor allem jetzt, in der Erntezeit, auch tagsüber plötzlich auftauchen.
Wildschweine sind gerne nachts unterwegs.

Fahren Sie vorsichtig und seien Sie jederzeit bremsbereit. Wählen Sie ihre Geschwindigkeit so, dass Sie auch in Kurven jederzeit kontrolliert bremsen können, ohne dabei die Kontrolle über Ihr Fahrzeug zu verlieren.

Abblenden und  bremsen bei Wildwechsel! Kontrolliert abbremsen und gegebenenfalls hupen, wenn Wild auf der Straße steht. Achten Sie dabei auf den nachfolgenden Verkehr. Halten Sie notfalls an. Ein Wildtier ist in seinem  Verhalten unberechenbar. Es kann flüchten, plötzlich stehen bleiben und auch umdrehen und zurückkommen. Wo ein Tier zu sehen ist, gibt es weitere! Besser kontrolliert Zusammenstoßen, als unkontrolliert  Ausweichen!  Riskante Ausweichmanöver gefährden den Gegenverkehr und Sie selbst.

Achten Sie bitte auf die Warnschilder. Aufgrund von Auswertungen werden diese vor allem an Strecken aufgestellt, wo es besonders häufig zu einem Wildwechsel kommt.

Die Augen der Tiere reflektieren das Licht! Fahren Sie deshalb, wenn möglich mit Fernlicht, um das Wild rechtzeitig zu erkennen!
Deshalb :  Fuß vom Gas, wenn Sie durch Waldstücke oder entlang von Wäldern oder Feldern fahren!

Kommt es zu einem Unfall, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen! Diese informiert den zuständigen Jagdpächter. Auf keinen Fall sollten Sie ein Tier nach einem Unfall einladen und mitnehmen. Damit würde man sich wegen Jagdwilderei strafbar machen.

Und noch ein Tipp: Besuchen Sie ein Fahrsicherheitstraining. Diese werden regelmäßig von der Verkehrswacht und den bekannten Automobilclubs angeboten. Hier lernen Sie mit dem eigenen Fahrzeug professionelle Brems- und Ausweichmanöver. Wiederholen Sie regelmäßig dieses Angebot. Dann haben Sie eine reelle Chance, bei Gefahr das Richtige zu tun, um das Risiko eines Unfalls auf ein Minimum zu reduzieren.


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